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Apple: Das ist neu im August 2026

Seit Apple sich im Jahr 2003 von der Macworld New York zurückgezogen hat, ist der August traditionell ein eher ruhiger Monat, was Apple-Neuheiten angeht – für die Apple-Gerüchteküche ist er jedoch von großer Bedeutung.

Da im September das bevorstehende iPhone-/Apple-Watch-Event ansteht, erwarten wir in diesem Monat keine neue Hardware. Wenn Sie es jedoch mögen, wenn Ihnen Überraschungen vorweggenommen werden, ist der August ein guter Monat für Apple-Gerüchte. Die Produktion der neuen iPhones und Apple Watches läuft an, sowie manchmal anderer Hardware, deren Veröffentlichung Apple für den Herbst plant. Und mit der Massenproduktion gehen auch Leaks einher.

Daher wird der August wahrscheinlich der Monat sein, in dem wir uns das bestmögliche Bild von den kommenden iPhones, Macs und anderen Geräten machen können, deren Veröffentlichung Apple für diesen Herbst geplant hat. Außerdem befinden sich die neuen Betriebssysteme bereits weit fortgeschritten in der öffentlichen Beta-Testphase – diese wird fortgesetzt, doch große Überraschungen sind dabei wohl nicht zu erwarten.

Der August ist auch Tim Cooks letzter Monat als CEO, da John Ternus diese Rolle am 1. September übernimmt. Und „Ted Lasso“ ist zurück!

Die Beta-Tests für OS 27 gehen weiter

Wir rechnen im August nicht mit neuer Hardware (schließlich steht das große iPhone-Event im September kurz bevor), aber es wird jede Menge Software zu entdecken geben, wenn Sie am Beta-Programm teilnehmen.

Derzeit befinden wir uns bei der vierten Beta-Version für alle OS-27-Updates: iOS, macOS, iPadOS, watchOS und visionOS. Neue Versionen werden etwa alle zwei Wochen an Entwickler ausgegeben, wobei die öffentlichen Beta-Tester die gleichen Builds mittlerweile ein oder zwei Tage später erhalten. Rechnen Sie also im August mit zwei weiteren Beta-Versionen, möglicherweise sogar drei.

Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten wichtigen Funktionen und Änderungen in den OS-27-Beta-Versionen bereits vorhanden, und Apple arbeitet nur noch daran, Details zu verfeinern, Fehler zu beheben und die Leistung zu optimieren. Wir werden die Builds zudem nach möglichen versteckten Informationen zu den kommenden Produkten durchforsten.

Dienste

Apple TV

Folgende Serien und Filme erwarten wir im August auf Apple TV:

„Ted Lasso“ (Staffel 4): Apples großer Durchbruchserfolg kehrt nach einer dreijährigen Pause zurück. 5. August

„Women in Blue“ (Staffel 2): In der zweiten Staffel begleitet die Serie María, die inzwischen zum Lieutenant befördert wurde, während sie sich hin- und hergerissen sieht zwischen den Regeln, zu deren Einhaltung sie sich verpflichtet hat, und dem unerbittlichen Drang nach der Wahrheit. 12. August

„The Dynasty: UConn Huskies“: Eine Sportdokumentation über das erfolgreichste Team im College-Basketball. 21. August

„Stillwater“ (Staffel 5): Eine Zeichentrickserie für Kinder, in der ein weiser Panda namens Stillwater seinen menschlichen Nachbarn neue Perspektiven auf die Welt, auf sich selbst und aufeinander vermittelt. Termin

Dark Matter (Staffel 2): Die gefeierte High-Concept-Science-Fiction-Serie kehrt zurück. 28. August

Apple Arcade

Apple veröffentlicht die meisten Apple Arcade-Spiele am ersten Freitag jedes Monats. In unseren Apple Arcade-FAQ finden Sie eine vollständige Liste der Apple Arcade-Spiele sowie weitere Details zum Dienst. Gelegentlich werden Spiele ohne Vorankündigung veröffentlicht, doch in der Regel werden die Veröffentlichungen des nächsten Monats im Bereich „Demnächst“ aufgeführt.

Everyday Puzzles: Mini Games: Mehr als zehn wortbasierte Minispiele mit täglichen Herausforderungen und vielem mehr. 6. August

Madden NFL 27 Arcade Edition: Der größte Name unter den American-Football-Spielen bringt seine jährliche Neuerscheinung pünktlich zur neuen Saison auf den Markt. 6. August

Retro Bowl College: Ein Retro-Arcade-Football-Spiel im 8-Bit-Stil – in der Arcade-Version sind alle kostenpflichtigen Funktionen freigeschaltet. 6. August

Water Sort Pluzzle: Get Color: Entspannende Rätsel rund um das Sortieren, Mischen und Zuordnen von Farben. 6. August

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EU zwingt Apple zum besseren iOS

Der Kollege Peter Müller befindet sich im verdienten Urlaub, aber deswegen muss nicht die wöchentliche Kolumne “In Apples Kernhaus” entfallen. Deshalb habe ich mich gemeldet, die heutige Kolumne zu verfassen. Wenn Sie also mit dem Inhalt nicht zufrieden sind, generell frustriert sind, beschimpfen Sie mich direkt über meine Mail. Das Redaktionspostfach wird zwar gelesen und auf dringende Mails wird geantwortet, aber eben von mir.

Universelle Zwischenablage mit Windows

Der Anlass für meine Überlegungen dieser Woche war ein Fund auf X: Der notorische News-Bringer Aaron Peris hat auf der Apple-Developer-Plattform erste iOS-28-Funktion gefunden. Das iPhone soll ab 2028 eine universelle Zwischenablage mit Windows bekommen. Befinden Sie sich also in einem gemischten Haushalt, wird das Arbeiten mit dem Laptop und iPhone etwas leichter: Auf iPhone kopiert und auf dem Laptop sofort eingesetzt, ohne zusätzliche Apps und zusätzliche Erlaubnisse jedes Mal.

Das, was noch vor vier Jahren nach Science-Fiction oder nach Weltuntergang geklungen hat, wird wohl in etwas mehr als einem Jahr Realität. Und Windows-Nutzer jedweder Couleur müssen dies der EU verdanken. Denn ganz freiwillig macht dies Apple nicht. Die besagte Developer-Plattform ist infolge der Anforderungen durch DMA entstanden. Die jeweiligen Gatekeeper, wozu übrigens auch Microsoft gehört, müssen für Interoperabilitätsanfragen ein Formular und eine Plattform mit öffentlichen und halböffentlichen Anfragen einrichten. Die Anfragen müssen in einer vernünftigen Frist beantwortet und bearbeitet werden. Manche davon werden tatsächlich zu neuen Funktionen, wie die universelle Zwischenablage zwischen Windows und iPhone.

DMA als Ursache

Apple wehrt sich gegen die Folgen der DMA mit Händen und Füßen. Selbst die Backdoor-Anforderung des FBI und eine vergleichbare Initiative aus UK haben deutlich weniger öffentliche Reaktion von Apple verursacht – obwohl sie nachweislich die Sicherheit des iPhones (und iOS) ausgehebelt hätten. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat Apple im eigenen Newsroom zwei Pressemitteilungen veröffentlicht, die vor Sicherheitsrisiken durch die DMA warnen – im September 2025 und im Juni 2026. Auch in seinem letzten Jahresbericht vom Oktober 2025 findet sich eine schnippische Bemerkung: “Während das Unternehmen (gemeint Apple) einige Änderungen in der EU durchführt, um durch DMA verursachte neue Datenschutz- und Sicherheitsrisiken zu minimieren, werden einige Risiken bleiben”.

Doch gleichzeitig hat sich das iOS in den vergangenen zwei Jahren grundlegend geöffnet: Nicht nur die Entwickler profitieren von den alternativen App Stores und alternativen Bezahlmethoden. Ich habe noch keine Beschwerden gehört, dass das Nearby Share nun auch zwischen iPhones und neueren Androiden möglich ist. Auch der Wechsel der SIM-Karte zwischen einem Android und iPhone ist leichter geworden, sowie der komplette Umstieg von Plattform zu Plattform.

Siri AI in der EU

Ok, es bleibt noch die Frage mit Siri AI und deren Verfügbarkeit in der EU. Theoretisch ist die Funktion in Deutsch, Dänisch, Niederländisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch und Portugiesisch angeboten. Außer Französisch, Portugiesisch und Spanisch allesamt Sprachen, die ausschließlich in der EU gesprochen werden (Sie haben nun eine Möglichkeit, sich wegen Norwegisch zu beschweren). Apples Standpunkt: Würde Siri AI in der EU angeboten, müsste der Hersteller den gleichen Zugang zu den persönlichen Daten der Nutzer auch anderen Anbietern gewähren. Und das ist nicht gut.

Zwar bin ich auch der Meinung, dass die anderen KI-Anbieter bei meinen privaten Daten nichts zu suchen haben. Ich habe auch Whatsapp den Zugriff nur auf eine Handvoll der ausgesuchten Kontakte gegeben, und das erst dann, wenn diese Einstellung in iOS 18 möglich war. Bis dahin musste ich an den Profilbildern raten, wer sich hinter der Nachricht verbarg. Doch dieses Argument taucht bei jeder neuen Funktion auf, darauf hat die Europäische Kommission bereits im März 2025 geantwortet:

Da Drittanbieter-Dienste und -Hardware ohnehin den geltenden Rechtsvorschriften, einschließlich des Datenschutzes und der Cybersicherheit, unterliegen, sollte die Entscheidung, ob ein Dienst genutzt wird, beim Endnutzer liegen – nicht beim Gatekeeper, der das Betriebssystem kontrolliert.

COMMISSION IMPLEMENTING DECISION of 19.3.2025, Punkt 87, Seite 24

DMA umdrehen

Da Siri AI in der EU mit dem lokalen Spotlight-Index ohnehin beschränkt sein wird, habe ich bereits geschrieben: Die meiste digitale Kommunikation findet nicht über iMessage statt, sondern über Whatsapp. Und der Anbieter sperrt sich bislang, den Messenger über andere Wege durchsuchbar zu gestalten. Auch andere KI-Systeme als die firmeneigene Meta AI lässt er bisher nicht zu. Das wäre eine schöne Ironie der Geschichte: Würde die EU Whatsapp zur Öffnung für Dritt-KIs zwingen, könnte Apple diese Möglichkeit ergreifen und Siri AI in Whatsapp erweitern. Damit würde sich der DMA-Kreis schließen und Apple hätte seine KI in einer Anwendung implementiert, die dies ohne DMA-Anforderungen nie erlaubt hätte.

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